Hatten wir das nicht eigentlich schonmal? Damals hieß das doch "Generation Golf". Jetzt ist es also die Neue Spießigkeit. Alle Jubeljahre (nennen wir es den Zeitraum einer Generation) kommt das Thema wieder hoch -- diesmal z.B. im Spiegel von und mit Herrn Unspießig, Christian Ulmen.
Um es vorweg zu nehmen: Im Groben läuft es darauf hinaus, dass "spießig" ein Synonym für "intolerant" ist. Als Beispiel wird hier der Spießer genannt, der dem Punker auf der Staße erklärt, wie "scheiße" seine Haare sind. Nunja, Toleranz ist auch immer eine Frage von "sich das leisten können" und Intoleranz sicher auch eine Ausdrucksform von Angst.
Man fragt sich also, was spießiger ist: Auf die Straße gehen und Punks anpöbeln, oder in den Spiegel gehen und Spießer anpöbeln. Hey, immerhin arbeitet der Spiegel in der letzten Frage des zweiseitigen Interviews heraus, dass auch Herr Ulmen nicht ganz angstfrei ist.
Samstag, Mai 19, 2007
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